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JPLS - The DepthsTitel:The Depths Artist:JPLS Release:5 Februar 2010 Label:Minus Deepness ist ein sehr gebräuchlicher Begriff in diesem Musikgenre. Ich glaube heute macht er aber tatsächlich zum ersten mal wirklich Sinn. Nein nicht weil sich JPLS neustes Allbum „The Depths“ nach dem Schüttelreim so toll auf Deepness reimt, oder ich der Generation angehöre die in der Grundschule einen Mengenlehrenkasten mit Kreisen und Rechtecken hatte und somit auch das Eckige ins Rund passt. Nein ich spreche tatsächlich von Musik mit einer tiefen Wirkung die auch emotional in die Tiefe geht. Bei JPLS steht die Musik in ihrer Bedeutung immer im Vordergrund der Beat der eventuell die Tanzfläche füllt ist erstaunlicherweise ein Abfallprodukt – auf den ersten Blick schwer nachzuvollziehen, denn JPLS macht Musik mit Bedeutung die auch auf der Tanzfläche funktioniert. Jedoch denke ich ist gerade diese Auffassung von Musik, seiner Erschaffung und seiner Wirkung das Geheimnis dass diese Musik auf so vielfältige Weise funktionieren lässt. Mit „The Depths“ liefert JPLS ein einzigartiges Minimalmärchen ab, das eine sehr tiefe Wirkung hat. Auch auf diue Gefahr hin, dass der Vergleich etwas abgedroschen klingen mag wirkt das Album wie ein Trip durch einen dunklen Wald, wobei das Adrenalin der Angst die Sinne hellwach werden lässt. Schon mit dem Opener „Reset“ beweißt JPlS sein Gespür mit geringen mitteln eine dicht Atmosphäre zu schaffen. Die 303 spricht und das gefühlvoll eingesetzte Echo erzeugt eine nie da gewesene Psychoakustik. Diese Musik erzeugt Magnetismus, unglaubliche Bilder und ist trotz ihres hohen Anspruchs an Dramatik und Ausdruck wunderbare Musik die Tanzflächen füllt. Acht Tracks erzeugen eine Dicht und Nachhaltigkeit, die ich so auf einem Album, dass man richtigerweise und arroganterweise zugleich unter Minimal ablegen kann, noch nicht gehört habe. Es fällt auch auf, dass gegenüber seinen Vorgängern unnötige Stilmittel einfach weggelassen wurden und JPLS sich komprimiert auf die ihm so zur Verfügung stehenden Mittel konzentriert hat, so entseht eine wahnsinnig aufgeladene Dichte in der Musik und man fragt sich wie es möglich ist soviel Energie zu bündeln. „The Depths“ hat mich überrascht und vom ersten Augenblick in seinen Bann gezogen – man kann sich der Wirkung dieser Musik nicht entziehen. Es ist als ob jemand einem Bilder souffliert... Ein Album das man haben muss! Winterschönheit! 10/10++ |
