CM>>>Karo, liest man im Presseinfo deine Geschichte bleibt einem erst mal der Mund offen stehen. Hätten dich 2006 deine Freunde nicht zur Open-Stage Bühne in Würzburg gezerrt würden wir uns heute nicht über deine wunderbare Musik unterhalten können. Wie kam es damals dazu, dass du Angst hattest deine Musik vor Publikum zu spielen?
Karo>>> Das hatte verschiedene Gründe. Einer der wichtigsten war, dass ich jahrelang versucht hatte, eine Band zu finden, aber immer eine Absage wegen meines damals noch massiven Übergewichtes bekam. Der andere Grund war, dass ich nie mit Singer/Songwriter-Musik in Berührung gekommen war und deshalb gar nicht erst auf die Idee kam, alleine aufzutreten.
CM>>>Als deine Freunde dich überredet hatten auf besagter Bühne in Würzburg aufzutreten, wie hast du dich da gefühlt und was hat dich letztendlich dazu beweht dann doch dort zu spielen?
Karo>>> Meine Freunde haben dabei die größte Rolle gespielt. Auf einer ihrer Partys hatte ich zum ersten Mal vor ihnen gespielt, weil eine Akustikgitarre durch den Raum gereicht wurde. Sie waren total baff und baten mich immer wieder ihnen etwas vorzuspielen. Am Anfang war ich dabei noch sehr nervös, aber nach einer Weile merkte ich, dass es nicht schlimm war, wenn ich mich verspielte oder versang. Meine Freunde sagten mir auch immer, wie toll sie meine Stimme und meine Lieder finden und so fasste ich dann genug Mut zur Open Stage zu gehen. Auf der Bühne zu sein war erst einmal sehr seltsam. Ich konnte sehen, dass die Leute etwas sehr Schlechtes erwarteten. Eine dickes Mädchen mit Gitarre und nicht besonders coolen Klamotten, da hat man einfach bestimmte Assoziationen. Aber als ich dann anfing zu singen, wurde es ganz still im Raum und die skeptischen Blicke verschwanden. Sogar die Angestellten an der Theke haben aufmerksam zugehört. Das war natürlich ein ganz tolles Gefühl.

CM>>>Warst du nach dem Auftritt sauer auf deine Freunde oder glücklich über die Erfahrung die du gemacht hast? Und war das dann der Ansporn deine Musik auch einem Publikum zugänglich zu machen?
Karo>>> Ich war natürlich wahnsinnig froh und wusste, dass ich das auf jeden Fall wieder machen sollte. Es war auch an dem Abend, dass mir jemand von einer Internetseite namens Myspace erzählte, wo man Lieder hochladen kann. Ich hatte vorher noch nie davon gehört.
CM>>>Laß uns, bevor wir über dein Debütalbum „Sing Out, Heart“ sprechen, noch ein wenig über die Umstände deiner Entdeckung und dich und deine Geschichte als Musikerin sprechen.
Du hast ja vor 2006 schon Erfahrungen als Musikerin vor Publikum gesammelt, du warst im Kinderchor und auch in einer Schülerband – oder bist du mit Chor und Band nie öffentlich aufgetreten? Oder ist es so, dass ein Auftritt mit einem Chor und einer Band was anderes für dich war als mit eigener selbstproduzierter Musik aufzutreten?
Karo>>> Mit der Band bin ich nie aufgetreten, mit dem Chor schon und bei einem Schulmusical war ich auch einmal dabei. Das ist aber etwas sehr anderes. Im Chor hört einen niemand heraus. Das auftreten bei dem Musical ist schon eher vergleichbar, aber da war ich auch so nervös, dass ich an den drei Abenden nicht ein einziges Mal den Text komplett richtig gesungen habe. Wenn man seine eigene Musik vor Publikum spielt, ist das noch einmal viel intimer, besonders wenn man keine Band dabei hat.
CM>>>Aber das Interesse an eigener Musik war schon immer da. Kommst du aus einer musikalischen Familie die dich sozusagen auch auf diese Schiene gesetzt hat oder kam der Wunsch zu singen und ein Instrument zu spielen von dir aus?
Karo>>> Mein Vater war, bis er einen Unfall hatte, im Chor und bei uns zuhause lief eigentlich den ganzen Tag das Radio und meine Eltern schickten mich in die musikalische Früherziehung. Ich hatte eigentlich immer Freude an Musik, aber nie daran ein Instrument zu lernen. Vor allem Notenlesen viel mir schwer, weil ich Melodien, die mir ein Lehrer vorspielte, sehr schnell nach Gehör nachspielen konnte. Aber als ich 17 war, gab mein Vater mir eine alte Gitarre und ich fing einfach an, darauf zu spielen und sofort Lieder zu schreiben, obwohl ich nur die einfachsten Grundakkorde aus einem Gitarrenheft kannte. Ich denke also, dass meine Eltern einen gewissen Grundstein gelegt haben, ohne mich in eine bestimmte Richtung zu drängen.

CM>>>Ich habe gelesen, dass du dein Demo „The Sailor“ mit einem alten Richtmikrophon deiner Großeltern und einem etwas malträtierten Notebook aufgenommen hast, also qualitativ nicht gerade dass was man studiotauglich nennen mag. Noch erstaunlicher dass dieses Demo dann auf Bayern 2 und 3, also keine Piratensender, gespielt wird.
Ich will jetzt nicht „Schweinchen Schlau“ oder den „Hobby Freud“ spielen, aber kann es sein, dass diese einfachen Aufnahmemittel deine persönliche Rückversicherung waren falls das Demo nicht gut ankommt?
Es kommt doch durchaus vor, dass Musiker in Ihr erstes Demo mehr Aufwand als später in Ihre tatsächlichen Produktionen stecken.
Karo>>> Ich finde die Theorie gar nicht so abwegig und kann mir sogar vorstellen, dass das ein Teilgrund gewesen sein könnte, aber der Hauptgrund war, dass ich kein besseres Equipment hatte und nicht wusste, dass es Programme wie Audacity kostenlos gibt, so dass ich das Lied live aufnehmen musste. Also steckte mein einziges Gesangsmikro im Gitarrenverstärker, über den auch die Gitarre kam, und davor lag dann das einzige andere Mikro, das ich besaß. Zu der Zeit kannte ich noch keine anderen Musiker und konnte mir deshalb auch kein Equipment leihen. Eigentlich war das auch nicht wirklich als richtiges Demo gedacht, ich habe den Song auch nie rumgeschickt. Ich wollte nur irgendwas auf Myspace hochladen, damit sich alle meine Freunde anhören können, was ich so mache.
CM>>>Dann ging alles rasant vorwärts, ein enormer Erfolg bei MySpace und Anfragen für unzählige Auftritte. Wie ging es dir als du gemerkt hast dass die Leute deine Musik wirklich hören wollen, war die Unsicherheit dann mit einem Schlag verschwunden oder ist es dir zumindest dann leichter gefallen deine Musik auf einer Bühne zu spielen und dabei auf Menschen zu schauen die dich sehen und hören wollen?
Karo>>> Es war auf jeden Fall ein sehr gutes Gefühl, dass sich plötzlich wildfremde Menschen für meine Musik interessieren. Ich habe dann sehr schnell an Nervosität verloren bis zu dem Punkt jetzt, an dem ich fast total entspannt auf die Bühne gehe. Ich habe bei den Anfangsgigs gemerkt, dass eigentlich nichts schief gehen kann. Selbst wenn ich mich verspiele oder mal einen falschen Ton spiele. Wenn es den Leuten überhaupt auffällt, dann sorgt es eher für mehr Nähe als für Ablehnung, weil sie merken, dass ich keine Maschine bin und das, was ich tue, gerne mache. Ich verzweifle deshalb auch nie auf der Bühne und halte emotional keinen Abstand zum Publikum. Bei einem Konzert ist es eben so, dass man etwas von sich selbst hergibt und das ist nicht bewertbar und niemand kann etwas von mir erwarten, oder vielmehr ist es nicht mein Problem, wenn Erwartungen enttäuscht werden. Ich gebe eben einfach, was ich habe, und wem das nicht gefällt, der muss es sich nicht anhören. Bisher hat sich diese Einstellung sehr gut bewährt.
CM>>>Dein Album „Sing Out, Heart“ erscheint im Oktober auf dem wunderbaren Normoton Label. Aber die Geschichte des Albums hatte ganz eigene Wirrungen gemeistert. Das Album sollte ursprünglich auf einem Label in Luxemburg erscheinen. Was ist dann passiert?
Karo>>> Das Album ist auch erschienen, nur war das Label in der Gründungsphase und etwas überfordert. Man hat mir dann angeboten, ein neues Label zu finden, das mich besser unterstützen kann.

CM>>>Und wie bist du in Kotakt mit Normoton gekommen?
Karo>>> Udo, der Besitzer vom PleicherHof in Würzburg, bei dem ich aufgetreten bin, erzählte mir, dass Klaus von Normoton sich geärgert hatte, dass er erst auf mich aufmerksam geworden war, als ich schon bei dem Luxemburger Label war. Über diese Information habe ich mich sehr gefreut und Kontakt zu Klaus aufgenommen.
CM>>>Wie fühlst du dich jetzt kurz vor der Veröffentlichung? Bist du nervös, gespannt, erwartungsvoll... oder alles zusammen?
Karo>>> Ich bin nicht nervös, denn bisher habe ich ja auch schon ein paar CDs verkauft und bin mit der Reaktion der Leute mehr als zufrieden, aber ich bin sehr gespannt, was die Arbeit von Normoton und Stars & Heroes (Promotion) bewirkt. Hier in Bayern und auch in Berlin bin ich schon ein wenig bekannt, aber es gibt ja noch 14 weitere Bundesländer, in denen ich gerne öfter spielen würde.
CM>>>Wann hast du angefangen das Album aufzunehmen, klar „The Sailor“ ist auch drauf zu finden. Aber wie muss ich mir die Entstehung von „Sing Out, Heart“ vorstellen, ist eine Sammlung von Liedern die du mit der Zeit geschrieben hast oder reflektiert das Album eine Zeit mit persönlichen Erfahrungen ab einem gewissen Zeitraum?
Karo>>> Das Album habe ich Mitte 2008 aufgenommen. Die Lieder sind alle aus den zwei Jahren zuvor und bilden mehr oder weniger eine Einheit, mit „Sing out, Heart!“ als Höhepunkt und Auflösung der ganzen Thematik.
CM>>>Deine Musik zu beschreiben fällt mir gänzlich schwer, und Vergleiche will ich erst echt nicht anstellen. Aber ich habe selten Musik, und versteh mich jetzt nicht falsch, die so minimalistisch produziert ist und so großes in den Ohren und Herzen des Zuhörers bewegt.
Ist das Geheimnis deiner Musik vielleicht genau in deiner anfänglichen Unsicherheit, also dass man dich „auslachen“ oder bloßstellen wird wenn du ohne Schnörkel über deine Gefühle singst, zu suchen?
Karo>>> Ich denke, dass dem vor allem zwei Dinge zu Grunde liegen. Zum einen hatte ich großes Misstrauen gegen jeden, der meinen Liedern zu nahe kam. Ich kannte auch zu der Zeit, als ich das Album aufnahm, noch kaum Musiker, und die, die ich kannte, schienen die Musik nicht so zu verstehen wie ich oder wollten daraus etwas ganz anderes machen. Ich hatte sehr große Angst, dass die Essenz meiner Musik verloren gehen könnte. Deshalb wollte ich so viel wie möglich alleine machen und da ich nicht mehr Fähigkeiten hatte, habe ich mich dadurch natürlich selbst sehr limitiert. Der andere Grund liegt aber im Gegenteil zu deiner Vermutung darin, dass ich seit meinem ersten Auftritt sehr viel Selbstbewusstsein gewonnen habe und wusste, dass die Lieder auch so funktionieren würden, und zwar gerade deshalb, weil sie so einfach sind. Das hatte sich bei meinen Auftritten gezeigt. Die Leute waren bis auf ganz wenige Ausnahmen immer total begeistert. Außerdem hatte ich 2004 und 2006 Cat Power und Feist live ohne Bands gesehen und fand es großartig. Ja, ich fand ihre Auftritte sogar viel besser als ihre Alben mit Band. Da dachte ich mir, dass ich es einfach so versuchen muss - in der Hoffnung, den live-Charakter meiner Lieder so gut wie möglich auf die CD zu bringen.

CM>>>Brauchst du eine besondere Stimmung wenn du ein neues Stück schreibst oder fallen dir spontan neue Lieder und Texte ein egal wo du gerade bist?
Karo>>> Früher war es so, dass die Lieder plötzlich kamen, während ich vor mich hinspielte. Inzwischen mache ich mir auch manchmal Gedanken über Songs, wenn ich unterwegs bin und mir ein Thema einfällt. Aber es ist eigentlich immer so, dass mich etwas sehr bewegt. Ich schreibe nie nur um zu schreiben.
CM>>>Das Album ist tatsächlich mit einer Gitarre/E-Gitarre und einer alten Fruity-Loops Version aufgenommen worden?
Karo>>> Ja. Und dem 5-saitigen Bass meiner Schwester, von dem ich die fünfte Saite entfernt habe, weil ich sie versehentlich immer mit angeschlagen habe.
CM>>>Aber schon in einem richtigen Studio?
Karo>>> Nein, die Aufnahmen habe ich bei mir zuhause im Wohnzimmer gemacht. In Studios fühle ich mich nicht wohl. Bis jetzt habe ich noch niemanden kennengelernt, mit dem ich so auf einer Wellenlänge liege und dem ich so vertraue, dass ich bei den Aufnahmen völlig loslassen kann. Hätte ich die Platte in einem Studio aufgenommen, wäre es mir schwer gefallen, meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, wie ich es auf der Bühne tue.
CM>>>Wer hat das wunderbare Artwork für das Album gemacht? Jemand der dich gut kennt?
Karo>>> Das Artwork ist von Tilman Dominka (www.seenandnotseen.de), den ich damals noch nicht gut kannte. Aber als er mich damals ansprach, hatte ich gleich ein gutes Gefühl bei ihm und als sich die Ausstellung seiner Bilder im Cairo in Würzburg sah, wusste ich, dass wir gut zusammen arbeiten würden. Es stellte sich dann auch heraus, dass er normalerweise niemanden einfach so anspricht, weshalb er auch leider nicht so viele Aufträge bekommt, wie er eigentlich bekommen sollte. Aber seine unaufdringliche und ehrliche Art hat es überhaupt erst ermöglicht, dass wir zusammen arbeiten konnten.

CM>>>Das Artwork ist ziemlich clever, auf der Rückseite ist vor dem Bildrahmen auf dem die Songtitel zu lesen sind eine dunkle Gewitterwolke zu sehen. Auf dem Frontsleeve ist ein Bild von dir in dem Rahmen zu sehen und auf der eigentlichen CD, auf der ja nun mal auch deine Musik ist, ist ein Regenschirm der offensichtlich vor der Gewitterwolke schützen wird. War das deine Idee diese Bildsprache zu benutzen?
Karo>>> Nein, das war leider Tilmans Idee, das würde ich gerne für mich beanspruchen. Ich wollte lediglich meine Texte aufschreiben, weil ich alles so persönlich wie möglich haben wollte und dann schrieb ich im Endeffekt alles, was auf der CD zu lesen ist, außer der lästigen Urheberhinweise. Der Hintergrund des Covers ist ein Stück Tapete, in der ein Kasten mit CDs eingewickelt war, die mir ein Fan geschickt hatte. Ich fand die Geste toll und Tilman die Tapete.
CM>>>Wird es eine Tour zum Albumrelease geben? Und sind auch Auftritte außerhalb von Deutschland geplant?
Karo>>> Leider nein. Meine Bookingagentur (Trümmer Booking) tut sich ein wenig schwer, weil ich außerhalb von Bayern bisher noch nicht viel Presse hatte. Die Clubs haben Angst, dass dann niemand kommt. Aber ich hoffe sehr, dass sich das bald ändern wird. Bisher war es noch immer so, dass die Veranstalter total begeistert waren, aber das muss sich auch erst einmal herumsprechen. Ich komme nun mal leider nicht aus Island oder Brooklyn, was ja im Moment alle Türen fast von alleine öffnet. Aber ich spiele auch jetzt schon ab und zu in Frankreich, Luxemburg und in der Schweiz.
CM>>>Was für Musik hörst du im Augenblick gerne?
Karo>>> Ich höre sehr gerne Radio, vor allem FM4 und on3radio, weil die eine sehr gute Auswahl an Indiemusik spielen. Platten höre ich gar nicht so viele, gehe aber sehr gerne auf Konzerte, die in Würzburg von xyeahx veranstaltet werden, weil man sich fast immer sicher sein kann, dass es ein toller Abend wird. Aber dieses Jahr fand ich auf CD Bat for Lashes und The XX ziemlich gut. Und ich habe noch ein paar Sachen von Low entdeckt und Zero 7, die ich noch nicht kannte.
CM>>>Würzburg ist deine Heimat – eine Gegend die dich inspiriert und auch deine Musik beeinflusst?
Karo>>> Würzburg ist eigentlich erst seit einem Jahr meine Heimat. Ursprünglich komme ich aus Friedberg in Hessen. Als ich anfing, aufzutreten, lebte ich in Schweinfurt. Alle meine Freunde waren in Würzurg, wo ich studierte, und so war ich, wenn ich in Schweinfurt war, oft alleine, was das Musizieren sehr begünstigt hat. Und Schweinfurt hat mich als Stadt auch inspiriert, wie man an einem der Titel auf der CD sehen kann.
CM>>>Ich weiß eine solche uncharmante Frage darf man einer Frau gar nicht stellen, aber wenn mich meine zehn Finger nicht im Stich lassen müsstest du nächstes Jahr deinen ersten Geburtstag mit einer 3 am Anfang feiern. Macht dich diese magische Zahl nervös oder interessiert dich das gar nicht?
Karo>>> Ich finde diese Zahl, die du richtig errechnet hast, irgendwie nur seltsam. Mir kommt es vor, als seien ein paar Jahre verloren gegangen und jetzt bestimmt jemand anderes, dass sie plötzlich da gewesen sein sollen. Ja, doch, ich muss sagen, ich finde diese Zahl sehr absurd und sehe eigentlich keinen Bezug zu mir, deswegen interessiert sie mich auch nicht weiter. Das liegt sicherlich auch daran, dass es mich seit langem nicht mehr wirklich interessiert, was andere von mir denken. So verliert auch der dreißigste Geburtstag viel von seinem Schrecken. Ich fühle mich auf jeden Fall sehr viel jünger.
CM>>>Diese Wochenende ist Wahlwochenende – hast du eine Meinung zu der politischen Situation oder bist du froh, wenn dieser Hype vorbei ist?
Karo>>> Ich interessiere mich nicht für politisches Tagesgeschehen. Ich versuche, mein Leben so gut wie möglich zu leben und den Leuten bei meinen Konzerten zu vermitteln, dass wir alle nicht alleine sind, wenn wir bereit sind, etwas von uns herzugeben. Dennoch finde ich
es wichtig, dass man, so lange unser politisches System besteht, schaut, dass keine extremen Parteien an die Macht kommen. Für mich ist Wählen immer eine leichte Entscheidung, weil für mich die Umwelt immer an erster Stelle kommt, weil wir ohne saubere Luft und reines Wasser nicht leben können.
CM>>>Was brauchst du für einen perfekten Tag in deinem Leben?
Karo>>> Das, was mir gerade in den Sinn kommt, und wenn es geht ein wenig Sonne. Dieses Jahr hat also einen ganz guten Schnitt an ziemlich perfekten Tagen gehabt.
www.singoutheart.de
www.myspace.com/karosings
Photos by permisson of Karo / Photo Credits Tilman Dominka (seenandnotseen.de)/ Tobias Kühn (eartrumpet.net)
Interview Michael Mück
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